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Taschenuhr Savonette mit Minutenrepetition aus 1875

A. Lange & Söhne

A. Lange & Söhne

Die Geschichte der Manufaktur A. Lange & Söhne begann vor mehr als 170 Jahren. Ferdinand Adolph Lange gründete die renommierte Glashütter Uhrenmanufaktur “Lange & Cie.” am 7. Dezember 1845.

Nach seinen Lehrjahren bei dem Hofuhrmacher Johann Friedrich Gutkaes begibt sich Lange auf dem Weg zur damaligen Uhrenmetropole Paris um seine Fachkenntnisse und Fähigkeiten bei dem berühmten Chronometermacher Winnerl zu vervollständigen. 

Ferdinand A. Lange – ein Pionier der Feinuhrmacherei

Ferdinand Lange gilt als Pionier in der Uhrenkonstruktion. Er entwickelt völlig neue Präzisionswerkzeuge, Meßinstrumente und Fertigungsmethoden. Zu seinen Verdiensten zählt die Einführung des metrischen Systems bei dem das Millimeter als kleinste Maßeinheit in die Uhrmacherei gilt, statt des bisher üblichen Pariser Linienmaßes. Dieser ist eins von mehreren Standards, die noch heute nicht nur im Uhrmacherhandwerk Bestand haben. Schon bald galten die Lange-Chronometer mit als das Beste, was die weltweite Uhrenszene zu bieten hatte. Mehr als 30 Uhrenpatente wurden bis 1948 von dem innovativen Unternehmen angemeldet. 1851 zeigt Ferdinand Adolph Lange seine in Glashütte gefertigten Uhren erstmals auf der Weltausstellung in London mit gewaltigem Erfolg.

 

Ab 1868 wird die Manufaktur in “A. Lange & Söhne” umbenannt. Die anhaltende Blütezeit der Uhrenmanufaktur begann mit dem Eintritt des jüngeren Sohnes Emil Lange, im Jahre 1871. Glashütte wurde dank Lange zum Zentrum der deutschen Feinuhrmacherei und konkurrierte bereits zu dieser Zeit mit den etablierten Schweizer Uhrenherstellern.

 

Das Unternehmen A. Lange & Söhne produzierte bereits während des Ersten Weltkrieges qualitativ hochwertige Zeitmesser für die deutsche (Kriegs-) Marine. Zur Aufrüstung Mitte der 30ger Jahre und während des Zweiten Weltkrieges musste A. Lange & Söhne Taschenuhren für die Soldaten aber auch für das Führerhauptquartier anfertigen. Laut dem Fachmagazin „Klassik Uhren“ bekamen neben Himmler auch Propagandaminister Joseph Goebbels und Nazi-Architekt Albert Speer sowie hochrangige SS- und Wehrmachtsgeneräle solche Uhren.

Lange & Söhne Beobachtungsuhr Kaliber 48

Ab 1937 wurde bei Lange Glashütte intensiv an einer großen Beobachtungsuhr Kaliber 48 gearbeitet. Kriegsbedingt fehlte es an Fachkräften und Material so dass die Produktion erst 1940 beginnen konnte. Fünf Jahre lang wurde die Kriegsmarine mit der Beobachtungsuhr beliefert. Nach Kriegsende wurde die Produktion in Glashütte eingestellt. Restebestände an Rohwerken wurden laut Firmenunterlagen an die Rote Armee der UdSSR geliefert.

 

Es gab auch eine Variante mit fluorezirendem Zifferblatt - die U-Boot Beobachtungsuhr. Für die Luftwaffe wurden die Werke etwas verändert. Statt der Gangreserve wurde eine zentrale Sekunde verwendet. Zwischen 1941 und 1944 stellte Lange und Söhne 200 Stück Fliegeruhren mit größerem Gehäuse für die Waffen-SS her. 

Lange & Söhne gehört zu den wichtigsten deutschen Uhrenmarken

Die Manufaktur erlangte Weltruhm und bestand bis 1948 als die Firma von der DDR Führung verstaatlicht wurde. Der Name Lange und Söhne verschwindet 1951 von den Ziffernblättern, als die Firma mit anderen ortsansässigen Fabriken in ein Kombinat übergeht. Adolph Langes Urenkel, Walter Lange floh in den westlichen Teil Deutschlands und begann in Pforzheim aus dem sprichwörtlichen Nichts einen Uhrengrosshandel aufzubauen. Die Neugründung unter dem Namen „Lange Uhren GmbH“ fand am 7. Dezember 1990 statt. Dies ist auf den Tag genau 145 Jahre nachdem sein Urgroßvater die Lange & Comp. in Glashütte angemeldet hatte. Es dauerte vier Jahre bis Walter Lange mit der Unterstützung von Günter Blümlein, dem damaligen Direktor des International Watch Company (IWC), einer ausgewählten kleinen Zahl von Konzessionären, die ersten vier Uhrenmodelle präsentieren konnte: die LANGE 1, die SAXONIA, das TOURBILLON „Pour le Mérite“, und die ARKADE. 

 

Das erste neue Patent von A. Lange & Söhne war das „Großdatum“, welches in drei der vier ersten Uhren verbaut wurde – heute gilt das „Großdatum“, als ein markentypisches Merkmal der Manufaktur. Schon bald nach der Wiedergeburt der Marke 1994 überstieg die Nachfrage das Angebot. Genaue Zahlen hält das Haus, das seit der Jahrtausendwende zum französischen Richemont-Konzern gehört, nach wie vor geheim. 

 

2001 gelang es „A. Lange & Söhne“ in das historische Stammhaus zurückzukehren. Seit der Neugründung wurden über 50 Kaliber (Uhrwerke) entwickelt und mit mehr als 150 internationalen Preisen gekürt. Heutzutage werden bei Lange pro Jahr nur wenige Tausend Armbanduhren aus Platin oder Gold hergestellt. Die Uhren enthalten ausschließlich im Haus entwickelte und aufwendig von Hand dekorierte und montierte Uhrwerke.

 

Zu den größten Erfolgen der traditionsreichen Manufaktur zählen innovative Zeitmesser, wie die weltweit begehrte LANGE 1, ausgestattet mit dem ersten Doppelfenster - Großdatum in einer Serienarmbanduhr und die ZEITWERK mit einer exakten Sprungziffernanzeige. Beide Modelle sind mittlerweile zu Ikonen der weltberühmten Edelmarke Lange & Söhne geworden.

Besonderheiten der Lange & Söhne Zeitmesser

Günter Blümlein hat die Besonderheiten der Lange Uhren auf dem Punkt gebracht - er sagte: “Eine Lange-Uhr sei ein Gesamtkunstwerk, mit einer langen Geschichte, geprägt von der Leidenschaft der Mitarbeiter für eine feine Uhr, dem Stil des Hauses, der Verantwortung für die Tradition und schließlich der einzigartigen Technik und Handwerkskunst.“

 

Die Kollektionen werden bei A. Lange & Söhne schlicht Zeitmesser genannt und sind in Familien eingeteilt. Man spricht von Familien Lange 1, Saxonia, Zeitwerk, 1815, Richard Lange sowie die beiden speziellen Familien „höchste Uhrmacherkunst“ sowie „Neuheiten“, in denen neue Uhrenwerke vorgestellt werden oder solche die mit speziellen Komplikationen ausgestattet sind.

 

Die von Lange & Söhne gefertigten Kaliber tragen ein großes L als Anfangsbezeichnung, dem eine vierstellige Zahl mit einem Trennungspunkt folgt, der der letzten Zahl vorgeordnet ist, etwa das Kaliber L901.5, das in der Lange 1 Mondphase verbaut ist.

 

Einzigartig ist das Verfahren der Doppelmontage bei Lange & Söhne. Nachdem ein Uhrwerk komplett montiert wurde, wird es noch einmal auseinandergenommen und gereinigt und erst danach findet die zweite Montage statt. Da bleibt kein Fehler unentdeckt.

 

Die traditionsreiche Glashütter Manufaktur steht wie kaum eine zweite Uhrenmarke für Qualität und zählt zu den besten Herstellern feinmechanischer Uhren weltweit.

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